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Alt 04.03.2008, 11:57
Standard Einsatz von Salz in der Süßwasseraquaristik vom Biotop-Team

Das Team vom Biotop-Forum unter Mitarbeit von vielen Usern:

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Einsatz von Salz in der Süßwasseraquaristik
Inhalt:
1.) Einleitung
2.) Vergleich Salz - andere Fischheilmittel
3.) Kochsalz - Seesalz - jodiertes Salz
4.) Osmotischer Druck - Wirkung auf den Fischkörper
5.) antiparasitäre und antibakterielle Wirkung - gegen welche Parasiten wirkt Kochsalz ?
6.) Salz und offene Wunden beim Fisch - Schmerzwirkung
7.) Schleimbildung der Fischhaut
8.) Ungünstige Effekte von Salz
9.) Erstbehandlung mit Salz ? Prophylaktisch ?
10.) Sichere und unsichere Diagnose
11.) Dosierungshinweise
12.) Beobachtung der Fische, Erhöhung und Absenkung des Salzgehaltes
13.) Zusammenfassung
14.) Chemische und technische Zusatzinfos zu Salz und „Aufsalzen“:
15.) Literaturverzeichnis
1.) Salz ist das älteste bekannte Heilmittel in der Fischhaltung überhaupt.
Wie wirken gelöste Salze auf den Fischorganismus, welche Vor- & Nachteile ergeben sich?
2.) Es gibt zwar schon wesentlich effektivere Medikamente zur Auswahl und in der heutigen Literatur geht man immer weiter von der Salzanwendung weg aber Salz ist wohl mit Abstand eines der harmlosesten „Medikamente“ für Zierfische.
Praktisch alle für Zierfische erhältlichen Fischheilmittel sind nicht für die Nutztierbehandlung zugelassen, weil sie toxische (giftige) Rückstände im Fisch hinterlassen – das ist bei Kochsalz nicht möglich.
Dass Kochsalz mit Abstand das harmloseste Fischheilmittel ist mögen folgende Auswirkungen von Fischheilmittel auszugsweise verdeutlichen (Literaturangabe):
Kochsalz: ... risikoreich bei sehr geschwächten Tieren ... die Langzeitbehandlung hat günstigen Einfluss auf die meisten Fischarten nach Transportstress ...
Antibiotika: ...sollte stets ein Resistenztest vorausgehen (wie denn ?)
Acriflavin: ... Anwendungsrisiko für Jungfische, Überdosierung >> Schleimhautschäden ...
Chinonhydrochlorid: ...toxische (giftige) Nebenwirkungen und Fertilitätstörungen (?) nicht auszuschließen, hochgiftig für niedere Tiere, stark durchlüften wegen Sauerstoffmangel und Trübung ...
Kaliumpermangnat: ...wegen seiner hohen Giftwirkung nur als letzte Möglichkeit ...
Malachitgrün: ... Neon und schuppenlose Fische sind sehr empfindlich ...
Methylenblau: ...starke Durchlüftung erforderlich ... zerstört Nitrifikanten im Filter etc. ...
Metronidazol: ... verursacht schwere Nierenschäden ... Temperatur unter 30 Grad C und pH sauer ...
Trichloron: ... nur trockenes nicht verklumptes Pulver verwenden, da u.a. Giftigkeitssteigerung zu befürchten ist ... von vielen fischen nicht vertragen
Die Liste lässt sich fortsetzen und enthält nur vereinzelt einmal ein Medikament, welches verträglicher ist.
Das Ziel jeder Anwendung von Medikamenten sollte eine möglichst kurze und effektive sowie möglichst unschädliche Behandlung sein, sodass bei eindeutiger Diagnose dem „harmlosesten“ und gleichzeitig wirksamsten Medikament der Vorzug gegeben werden sollte.
3.) Oft wird Kochsalz verwendet. Es besteht aus einem positiv geladenem Natrium-Ion und einem negativ geladenen Chlorid-Ion
Es löst sich schnell und vollständig und zerfällt dabei in seine Bestandteile.
Die Gesamthärte steigt dabei nicht, nur die Leitfähigkeit wird erhöht.
Häufig wird auch Seesalz verwendet. Dieses besteht zum Großteil (75%) aus Kochsalz, der Rest sind Magnesium, Kalzium, Kalium und Sulfate sowie etliche Spurenelemente.
Durch den hohen Anteil an zweiwertigen Ionen steigt die Gesamthärte erheblich an.
Jodiertes Salz sollte nicht verwendet werden, da die nitrifizierenden Bakterien (Nitrosomonas & Nitrobacter) sehr empfindlich auf Jod reagieren und die Filterwirkung dadurch leiden könnte (Anstieg von Ammonium und/oder Nitrit möglich).
4.) Salzzugabe – insbesondere bei stärker konzentrierten Kurzbädern - bewirkt eine Veränderung des osmotischen Drucks.
Dadurch das in den Körperflüssigkeiten der Süßwasserfische eine höhere Ionenkonzentration herrscht wie im umgebenden Wasser, würden sie über die Kiemen und Schleimhäute viele Spurenelemente und lebenswichtigen Elektrolyte verlieren. Sie gleichen das durch Abgabe hoher Mengen stark verdünnten Harns aus.
Es ist klar, das dadurch der Fischorganismus ständig gefordert wird, um den osmotischen Druck und somit die richtige Konzentration der Körperflüssigkeiten zu erhalten. Bei den geringen Konzentrationen für Dauerbäder ist der Effekt eher vernachlässigbar. Bei hochdosierten Kurzbädern sind aber die behandelten Fische ständig zu beobachten und bei Anzeichen von starkem Unwohlsein oder deutlichen Abwehrreaktionen die Behandlung zu beenden.
In manchen Situationen ist es angeraten mittels Salzzugabe die Osmolarität des Wassers zu erhöhen um den Fischorganismus zu entlasten weil nach Salzzugabe der Unterschied zwischen Wasser und Fisch nicht mehr so groß ist, braucht der fisch sich weniger anzustrengen, die unterschiede auszugleichen -> somit eine Entlastung.
Das sind zB beim Transport, beim Umsetzen oder bei hohem Infektionsdruck.

5.) Auch hat Salz eine antiparasitäre und antibakterielle Wirkung; auch sollte man bei der Salzzugabe immer an eine Kombinationstherapie mit Temperaturerhöhung denken.
Salz ist zwar nicht für alle Krankheiten einsetzbar aber viele Parasiten reagieren viel empfindlicher als Fische darauf; z.B. bei: Piscicola, Oodinium und Costia.
Man kann auch vorbeugend oder bei neuen Fischen eben manche Einschleppung verhindern, besonders: Chilodonella und Cyclochaeta werden abgetötet, auch gegen Hauttrüber und Kiemenwürmer einsetzbar (Gyrodactylus und Dactylogyrus). Salz kann auch gegen andere Hauttrüber wirken.
Auch gegen Läuse / Ankerwürmer (Lernaea) wurde Salz schon erfolgreich eingesetzt (Kochsalz: Kurzbad: 5-10g / Liter während 15-60 Minuten , diese Behandlung 2x ausführen in einem Zeitabstand von 2-3 Tagen. In den meisten Fällen jedoch überleben einige junge Larven (oder Eier) im Aquarien oder Teichwasser.

6.) Wir sind der Meinung, dass Fische Schmerz empfinden können, dann sollte man sich einmal in die Lage versetzen wenn man Salz in eine Wunde geschüttet bekommt. Schmerz bedeutet auch immer Stress (insbesondere bei Tieren welche die positive Wirkung einer bitteren Medizin nicht kennen) und Stress schwächt zusätzlich, deswegen sollte man Salz nicht bei offenen Wunden oder Schmarotzern anwenden, welche offene Wunden erzeugen wie Ichtyo (weiße Pünktchenkrankheit)
7.) Durch erhöhten Salzgehalt wird auch die Schleimbildung der Fischhaut gefördert, und wirkt dadurch indirekt bakterienhemmend. Die Schleimhaut wird durch Salz angegriffen - dadurch erhöht sich die Produktion und die Schleimhaut verdickt sich. Auf der anderen Seite wird der Organismus durch das "angreifende" Salz weiter geschwächt ...der Körper muss sich mit der Krankheit und dem schädigenden Salz auseinandersetzen. Bei stark geschwächten Tieren kann das tödliche Folgen haben. Dieser Effekt ist natürlich bei praktisch allen Medikamenten der Fall und nicht nur auf Salz bezogen
8.) Natürlich kann Salz auch ungünstige Effekte hervorrufen, z.B. wenn es überdosiert wird oder die Umstellung zu abrupt von zu hoch auf zu niedrig von statten geht.
Bei Überdosierung besteht die Gefahr eines Osmotischen Schocks ...die toxische Menge ist von Fischart zu Fischart sehr verschieden - daher sollte man die Fische bei einer Anwendung genauestens beobachten
Osmotischer Schock ist allerdings wie hier beschrieben vermeidbar (etappenweise Veränderung der Salzkonzentration)
Salz schädigt auch den Laich und viele Aquarienpflanzen.
Einige Fischarten sind sehr salztolerant, wie Z.B.: Lebendgebährende, ostafrikanische Barsche, Regenbogenfische, andere Fische dagegen vertragen überhaupt kein Salz (Fiederbartwelse, Corydoras, manche Barben und Salmler)
Prachtschmerlen vertragen Salz ebenfalls sehr schlecht . Manche Wirbellose gelten meist auch als problematisch .
9.) Kochsalz ist sicher für viele Fälle eine erste Möglichkeit der Behandlung; nicht umsonst werden bei Zierfischhändlern viele Importfische in Kochsalzbädern (oft auch in Antibiotikabädern und mit UV-Wasserklärern) einige Tage bis 2 Wochen in Quarantäne gehalten >>> bei zu raschem Verkauf sind dann durch zu flotte Umsetzung in kochsalzloses Aquariumwasser ohne Anpassung auch die Hinfälligkeit vieler Kauffische zu erklären
Prophylaktisch kann man auch vor dem Einsetzen der Tiere zu Hause eine gewisse Zahl von Krankheitserregern abblocken und bei der geringen Dosierung der Langzeitbehandlung ohne Pflanzenschädigung kann man an sich eh nicht von einer Behandlung reden (Dauereinsatz).
Generell sollte man das Wasser im Fischbeutel übrigens testen um zu wissen in was für Wasserwerten die Fische gehalten wurden (kann sehr erschreckend und aufschlussreich sein).
10.) Natürlich hat jedes Medikament seine unerwünschten Nebenwirkungen. Sicherlich hat Salz hier die geringsten - aber ebenso oft auch den geringsten Heileffekt.. Auf der anderen Seite sollte man es natürlich ebenfalls tunlichst unterlassen - ein Medikament ohne gesicherte Diagnose zu verwenden denn hier wird der Fisch erheblich geschwächt ohne dass das Mittel zum Erfolg führt.
Eine sichere Diagnose, die Ursachenforschung und das beste wirkende Mittel um die Krankheit zu bekämpfen sollten die Eckpfeiler für eine erfolgreiche Behandlung sein.
Bei ungesicherter Krankheitsdiagnosen ist in der Aquarienliteratur u.a. zu lesen (Kurzzusammenfassung): ... Zusatz von Kochsalz ... Dauerzugabe dient dem selben Zweck, ist aber bei gut gehaltenen Tieren nicht erforderlich ...
Sodass wenn man gar nicht weiß, was die Fische befallen hat, man mit Kochsalz jedenfalls kaum was verschlechtern kann.
11.) Dosierungshinweise:
Generell kann man aber mit 100 – 300 g / 100 Liter eine gute prophylaktische und therapeutische Wirkung erziehen (Kurzbäder)
Weitere Angaben:
1-3g Salz je Liter Aquariumwasser bei einer Dauerbehandlung über mindestens 10 Tage mit Pflanzen
1-5g Salz je Liter Aquraiumwasser bei einer Dauerbehandlung über mindestens 10 Tage ohne Pflanzen
15-20g Salz je Liter Aquariumwasser für ein Kurzbad (max. 15 Minuten) in einem separaten Becken
Wie sich die Vorstellungen von Kochsalz entwickelt:
Sterba: Aquarienkunde (1970): ein gehäufter Esslöffel auf 10 Liter (Kurzbad)
Frey: das Aquarium von A-Z (1972): 10 bis 15 g/l 20 min(Kurzbad)
Kosmos Handbuch Aquarienkunde (1978): 15 Minuten (Diskus), 40 Minuten(Goldfisch) - 20g/l Kurzbad; Dauerbad (ohne Ende!?): 0,05 bis 0,3 g/l >>> 0,05 g/l vertragen alle Pflanzen (bis auf Cabomba), 0,3 g/l vertragen wenigere Pflanzen.
In etwas neueren Büchern wird geringerer Salzgehalt angegeben:
Reichenbach etc.: Krankheiten der Aquarienfische (1993): 2 - 3 g/l auf maximal 30 Minuten, 0,1 bis 0,5 g/l auf 3-4 Tage.
Der neue Bildatlas der Fischkrankheiten von Dr. Gerald Bassleer (2003): Dosis: Kurzbad: 3-30g / Liter während 4-30 Minuten. Wenn die Fische nur eine geringe Dosis ertragen (3-5g) , sollte die Behandlung im Abstand von einigen Tagen wiederholt werden. Dauerbad: 1-3 g/Liter während 3-5 Tagen Achtung: Bei kleineren Fischen , Salmlern und geschwächten Fischen muss die Dosis reduziert werden. Der Fisch muss regelmäßig beobachtet werden.
Tipp: Kochsalz mindert den Osmotischen Stress und die Nitritaufnahme (bei Nitritvergiftung)
Wenn mehr wie 500 g / 100 Liter eingesetzt werden (um etwa eine Oodiniuminfektion zu bekämpfen), sollte die Aufsalzung in 2 Intervallen mit einem Tag Abstand durchgeführt werden.
Die Dosierungen ist bei Weichwasserfischen an die untere Grenze und bei Hartwasserfischen an die obere Grenze zu setzten. Z.B.: entspricht die Dosierung von 0,05 g/l bei andauernder Zugabe von Salz etwa 30 mg/l Chlorid oder 3 Härtegraden – das ist für alle Fische und praktisch alle Pflanzen vollkommen unbedenklich – bis etwa 0,2 g/l vertragen viele Pflanzen und die meisten Fische auf Dauer (außer Weichwasserfische). Die 0,3 g/l entsprechen etwa 200 mg/l Chlorid und wird nur von wenigen Pflanzen anstandslos vertragen – für die Fische (außer Weichwasser) entspricht das größenordnungsmäßig etwa 20 Grad Härte (für Hartwasserfische)! Das verdeutlicht, dass für Fische diese Dosierungen vollkommen harmlos sind.
Man sollte beachten, das man mit einer Dosierung von sagen wir einmal 2 Gramm pro Liter (Kurzzeitbehandlung) Kochsalz etwa 1300 mg/Liter Chlorid ins Wasser bekommt. Um diese Menge auf gut pflanzenverträgliche maximal so 50 mg/Liter herunterzubringen ist dann ein Wasserwechsel von etwa 95 Prozent erforderlich! Also sollte man anschließend schon einige Wasserwechsel machen um auf Dauer die Pflanzen nicht in Mitleidenschaft zu ziehen.
12.) Jedenfalls bei der Behandlung mit konzentrierten Bädern die Fische gut beobachten und wie schon beschrieben die Konzentration in beiden Richtungen etappenweise anpassen.
Wichtiger als bei der Erhöhung ist aber Vorsicht bei der Entfernung des Salzes geboten.
Sie sollte in 2 bis 3 Teilwasserwechsel erfolgen, da der Fisch eine Salzverringerung wesentlich schwerer kompensiert als eine Erhöhung.
13.) Zusammenfassend möchte ich betonen, dass Salz kein Generalrezept darstellt, aber sicher eine schonende und billige Alternative bei ungesicherten Krankheitsdiagnosen ist.
Der positive Einfluss auf den Fischorganismus macht Salz – richtig eingesetzt - zu einer wertvollen Substanz in der Fischhaltung.

14.) Chemische und technische Zusatzinfos zu Salz und „Aufsalzen“:
Salz im Süßwasseraquarium
Oft lesen wir das bei manchen Fischen ein Salzzusatz angeraten wird.
Auch zur Krankheitsbehandlung wird Salz empfohlen, außerdem kennen wir den Begriff “aufsalzen“.
Was ist nun damit gemeint und was für ein Salz verwenden wir am besten?
Mit Salz im landläufigen Sinne ist Speisesalz gemeint, es besteht fast ausschließlich aus Natriumchlorid (NaCl).
Enthalten sind noch geringe Mengen an Trennmitteln wie Calcium- und Magnesiumcarbonat. Sie sollen das Verklumpen des Salzes verhindern, sind aber schwerlöslich so dass es zu einer Wassertrübung kommen kann. Für unsere Fische sind die Trennmittel nicht schädlich.
Reines NaCl ohne Zusätze wird als Regeneriersalz für die Spülmaschine verkauft. Dabei muss man aber darauf achten dass das Salz keine Farbstoffe enthält.
Will man reines “Salz“, also NaCl verwenden, ist sogenanntes Spülmaschinensalz am besten geeignet.
Dem Speisesalz wird oft auch Jod und Fluor bzw. Fluorid als Spurenelement zugesetzt.
Das sind sehr geringe Mengen von etwa 0,25 g Kaliumjodat und 5g Natriumfluorid
auf 10 Kg Speisesalz.
Es wird vielfach empfohlen nur Jodfreies Speisesalz für das Aquarium zu verwenden.
Es gibt allerdings keine gesicherten Erkenntnisse das diese Stoffe, insbesondere in der geringen Konzentration in der sie vorliegen, den Fischen schaden. Da aber solche Jod oder Fluor- Konzentrationen in den Heimatgewässern der meisten Süßwasserfische nicht vorkommen, ist es auch nicht unbedingt ratsam diese Stoffe zuzuführen.
Bei einer dauerhaften Salzzugabe verwendet man also besser normales Speisesalz oder ungefärbtes Spülmaschinensalz.
In der Chemie wird der Begriff Salze für alle Verbindungen aus Metallatomen
und nicht- Metallatomen benutzt. In Wasser gelöst liegen diese Salze als positiv und negativ geladene Ione vor. NaCl beispielsweise als positives geladenes Natrium (Na+) Kation und als negativ geladenes Chlorid (Cl-) Anion.
In unserem Leitungswasser ist nun eine Vielzahl von Salzen gelöst und nur einen sehr geringen Anteil nimmt dabei NaCl ein. Je nach Menge der gelösten Salze bezeichnen wir unser Wasser als weich, mittelhart oder hart.
Wollen wir nun z. b. Osmosewasser für unser Aquarium verwenden oder weiches Wasser
“härter“ machen, können wir es mit einer sogenannten Salzmischung aufsalzen.
Dies ist nicht mit Zugabe von NaCl zu verwechseln.
Eine typische Salzmischung besteht z.b. aus:
Calciumsulfat (CaSO4),
Calciumchlorid (CaCl2),
Magnesiumsulfat (MgSO4),
Natriumhydrogenkarbonat (NaHCO3)
Es gibt aber auch Mischungen die NaCl enthalten.
Was unterscheidet nun Speisesalz von Meersalz welches auch für Speisen verwendet wird und einer Meersalzmischung wie sie für Salzwasseraquarien Verwendung findet?
Speise- Meersalz wird durch Verdunstung von Meerwasser gewonnen und enthält neben NaCl noch etwa 3-4 % andere Salze. Allerdings sind als Spurenelemente z. b. Kupfer, Zink und Mangan in teilweise unbekannter Konzentration enthalten. Aus diesem Grund sollte auch dieses Salz sicherheitshalber nicht verwendet werden.
Will man Brackwasser erzeugen, welches ja eigentlich nur verdünntes Meerwasser ist, benutzt man am besten fertige Salzmischungen für Meerwasseraquarien. Diese enthalten etwa 90 % NaCl und viele weitere Salze und Spurenelemente. Sie werden wie die Mischungen für Süßwasser aus den reinen Salzen in kontrollierter Zusammensetzung gemischt.
Sinnvoll ist eine NaCl Behandlung bei Krankheiten.
Der dauerhafte Einsatz von NaCl bei Süßwasserfischen ist aber nicht nötig.
Der Natrium und Chlorid- Gehalt unsres Leitungswassers ist in den meisten Fällen völlig ausreichend, und ist das Wasser zu weich für unsere Fische, dann verwenden wir sinnvollerweise eine Salzmischung zum aufhärten.
15.) Litraturverzeichnis
Sterba: Aquarienkunde (1970)
Frey: das Aquarium von A-Z (1972)
Kosmos Handbuch Aquarienkunde (1978)
Reichenbach etc.: Krankheiten der Aquarienfische (1993)
Der neue Bildatlas der Fischkrankheiten von Dr. Gerald Bassleer (2003)

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